Manche verstecken sich vor dem Kunden

Viele Unternehmen kümmern sich nicht um die kleinen Geschäfte wie die Commerzbank. Vor kurzem hatte ich ein Treffen im Kunstmuseum Stuttgart. Ich war ein paar Minuten zu früh da und wollte noch schnell einen Kaffee trinken. Dabei fiel mir auf, dass ich nur Schweizer Franken in der Tasche hatte. Also ging ich direkt gegenüber am kleinen Schlossplatz zur Commerzbank, ein paar Franken zu wechseln. Schon der Greeter am Eingang meinte, dass es wohl besser wäre, am Bahnhof an Gleis 10 das Geld wechseln zu lassen, aber ich soll es mal versuchen. Nun, einige meiner Depots lagen bei der Commerzbank und so machte ich mich auf den Weg zu einer Wartereihe, in der sich die Mitarbeiter in commerzbankfarbenen Krawatten und Halstüchern kunden- und serviceorientiert gaben. Endlich durfte ich zu einem dieser bunt gemusterten Berater und fragte ihn, ob ich Franken in Euros wechseln kann – dies wurde verneint, da ich kein direkter Kunde wäre. Darauf hin bot ich ihm an eine sonderspezialsündteure Gebühr zu zahlen – mir war der Kaffee wichtig und die Zeit drängte. Er verneinte wiederum. Nun fragte ich ihn, ob ich das Geld gewechselt bekäme, wenn ich jetzt ein Konto aufmachen würde und es danach sofort wieder schließen würde. Er sagte ja, denn dann wäre ich ja Kunde. Das war mir zu blöd und ich ging ohne Euros in das Cafe gegenüber und bevor ich richtig reinkam lief schon eine – nicht in cafefarben gekleidete, freundliche Frau auf mich zu und fragte, was ich gerne zu trinken hätte. Ich erklärte, dass ich nichts trinken kann, da ich nur Franken habe und meinen Kaffee nicht bezahlen kann. Sie meinte, es wäre kein Problem, sie nimmt jede Währung der Welt und freut sich, mir einen Kaffee zu bringen, ohne Aufpreis, ohne Gebühren in 20 Sekunden. Es sei ja selbstverständlich. Commerzbank, die Bank an Ihrer Seite.