DIE SINFONIE DES ERFOLGS

Christian Gansch kennt die Bühnen dieser Welt: Der Österreicher, der Klavier und Violine studiert hat, dirigierte Orchester von internationalem Format. Sein BBC Proms Debüt 2004 in der legendären Royal Albert Hall wurde live in alle Welt übertragen. Er gewann vier Grammy Awards, produzierte über 190 CDs mit Künstlern von Weltrang.

Als Dirigent steht er wie ein Top-Manager an der Spitze dieses sorgfältig zusammengestellten Teams namens Orchester.

Konsequenterweise bezeichnet er sich selbst als „Führungskraft“. Ihm obliegt es, die verschiedenen Charaktere und Klangfarben aufeinander abzustimmen. Er muss darauf achten, dass jeder weiß, wo sein Platz ist, dass niemand sich „aufspielt“, und dass allen klar ist, in welche Richtung es gehen soll.

Christian Gansch hat keinen leichten Job. Zumal Klassikfans viel Geld bezahlen, um ein Orchester wie die Münchner Philharmoniker zu hören. Da kostet eine Karte locker mal ein paar hundert Euro. Und was erwartet das Publikum dafür? Perfektion. Leidenschaft. Makellosigkeit. Im Grunde genau das, was sich auch der Gast von einem Fünf-Sterne-Hotel, der Fahrer einer Oberklasse-Limousine oder der Benutzer eines Laptops erhofft. Gansch weiß das. Zusammen mit seinem Team gibt er alles, um die Wünsche seines Publikums zu erfüllen – und sie zu übertreffen.

Wenn er selbst Kunde ist – im Hotel, bei der Autowerkstatt oder am Computer, dann vergleicht er bisweilen: „Wenn wir im Orchester mit so vielen Fehlern wie in der Wirtschaft arbeiten würden, könnten wir kein einziges Konzert verkaufen.“ Oder vielleicht doch. Dann aber als Dorforchester. Wie steht es um Ihre Fehlertoleranz?