Änderungen mit dem Vorschlaghammer

Ihr seid zu dick. Also setzt Ihr Euch auf die neueste Magerkur aus der Gala und trinkt nur noch Orangensaft. Euer Partner macht nie die Wäsche. Also streicht Ihr jede Zärtlichkeit im Bett – er wird den Wink früher oder später schon verstehen. Ihr könnt Euch nicht eine einzige Louis Vuitton-Handtasche leisten. Also schiebt Ihr Überstunden und übernehmt jede mögliche Schicht von Kollegen.

Habt Ihr Euch hier irgendwo wiedererkannt? Wenn nicht, fallen Euch bestimmt drei andere Beispiele ein, in denen Ihr genau das Gleiche versucht habt: eine Änderung mit dem Vorschlaghammer herbeizuführen.

Einfach ist nicht gleich logisch

Aber mal ehrlich: Wem habt Ihr damit geholfen? Ihr habt dauerschlechte Laune, weil Ihr ständig Hunger habt. Den Partner habt Ihr vergrault und für eisige Stimmung gesorgt. Und Ihr seid völlig übermüdet und halb totgearbeitet. Nur warum ist es überhaupt so weit gekommen? Na, weil Ihr den einfachen Weg zur Veränderung gewählt habt. Der scheint auch oft der logischste zu sein. „Ich bin zu dick – klar, dann esse ich eben nichts mehr.“ Aber wer denkt dabei auch nur eine Sekunde lang an die Folgen? Zum Beispiel, dass mit leerem Magen Konzentration und Leistungsfähigkeit nachlassen, die Laune in den Keller sinkt und am Ende sowieso nur der Jojo-Effekt einsetzt, weil der Körper glaubt, sich für die nächste Hungersnot rüsten zu müssen. Nein, so geht das nicht.

Nachhaltig verändern

Wer an seinem Leben etwas nachhaltig verändern will, muss zunächst einmal – ganz genau – denken! Der stellt sich die Frage: „Was genau will ich? Was würde das konkret an meinem Leben ändern? Und was bin ich bereit, dafür zu geben?“ Und zwar am besten nicht mit knurrendem Magen, damit der Kopf auch funktioniert. Wenn Ihr diese Fragen für Euch beantwortet habt, dann gilt der nächste Gedanke den Konsequenzen: Was bedeutet die Veränderung für Euch und Euer Leben? Und wie wird Euer Umfeld reagieren, wenn Ihr die Veränderung durchzieht?

Verändern ist gesund

Wenn Ihr das Ergebnis gut findet – wenn Ihr also auch mit der Veränderung zum Beispiel noch gute Laune, Sex und Freizeit habt – dann seid Ihr bereit. Auf was wartet Ihr noch? Tut es einfach! Ändert etwas. Solche Veränderungen sind gesund! Warum? Weil sich selbst durch kleine Veränderungen der Fokus komplett verschieben kann und Ihr neue Perspektiven einnehmt – und das tut gut. Vielleicht fangt Ihr an, euch ausgewogen zu ernähren oder Sport zu treiben, um abzunehmen. Oder Ihr bewerbt Euch auf einen besser bezahlten Job, damit Ihr Euch ein paar Wünsche erfüllen könnt. Was auch immer es ist: Geht Eure Veränderungen an – nur eben ohne Vorschlaghammer, sondern mit Köpfchen. Dann klappt es auch mit der langfristigen Umsetzung.